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Portrait >>> Leitbild der Gemeinde Rüschegg

 

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Das Gemeindewappen stellt eine Löwentatze dar, welche eine ausgerissene Tanne hält. Die Löwentatze ist abgeleitet aus dem Wappen des ehemaligen Amtsbezirkes Schwarzenburg, welches einen Löwen aufweist. Die Tanne weist auf die grosse Bewaldung der Gemeinde hin.

Rüschegg ist eine vorwiegend ländlich geprägte Gemeinde, gelegen im Zentrum des Dreiecks Bern - Thun - Freiburg und gehört heute zum Verwaltungskreis Bern - Mittelland. Die Bezeichnung "Rüschegg" ist abgeleitet vom Rüschegg-hügel. Diese Erhebung, welche das stolze kleine Gottes-haus trägt, ist die sogenannte "Rüschegg".

Rüschegg ist ein traditionelles Streusiedlungsgebiet mit kleineren Dörfern, verteilt in der hügeligen Landschaft rund um den "Rüschegghoger". Die grössten Siedlungen finden wir in den Dörfern Graben, Gambach, Hirschhorn und Heubach. Das Dorf Heubach erfuhr in den letzten Jahrzehnten die grösste Entwicklung und stellt heute den Bevölkerungsschwerpunkt der Gemeinde dar.

In Eywald und Gustern befinden sich zwei grössere Ferienhaussiedlungen, welche seit 1970 entstanden sind. In Aeugstenbühl, Fettbad und Selital bestehen weitere kleinere Ansammlungen von Ferienhäusern, deren Anfänge bereits in den 50-er Jahren zu finden sind.

 
Die Gemeinde Rüschegg entstand im Jahre 1860 durch Abtrennung von der Gemeinde Guggisberg. Hauptgrund für die Abtrennung war die damalige Armut; durch die hälftige Aufteilung in zwei Gemeinden konnte damals beim Kanton Bern eine grössere Unterstützung beantragt werden. Die damalige Zeit war für die Bevölkerung nicht leicht. Während die im oberen Gemeindeteil, d.h. in Gambach und Hirschhorn ansässigen Bauern ein gutes Auskommen fanden, herrschte im unteren Gemeindeteil, vor allem im Heubach eine erhebliche Armut.

Diese sozialen Unterschiede sind landschaftlich noch heute feststellbar; in Gambach und Hirschhorn befinden sich immer noch einige stattliche Bauernhäuser und Bauernbetriebe, währenddem im Heubach bei den älteren Gebäuden noch das sogenannte "Kleinbauernhaus" ersichtlich ist. In der Gemeinde bestehen aus dieser Zeit noch einige recht gut erhaltene sogenannte "Tätschdachhäuser".

Viele Rüschegger Familienväter mussten damals im Sommer im Unterland als Taglöhner arbeiten um Ihre Familien heil über den Winter zu bringen. Andere traditionelle Erwerbszweige stellten damals das Hausieren, das Korbflechten und das Pfannen- und Kessiflicken dar. Wohl aus dieser Zeit stammt auch der nicht ganz ernst zu nehmende Spruch: Ein rechter Rüschegger hat eine "Schnatte am Rüggä" (vom Zugseil des Hausiererkarrens stammend) und einen "Hundsbiss am Füdle" (von den ihm nachgehetzten Hofhunden stammend).

 
Als in der Gemeinde ansässige heutige Haupterwerbszweige können die Land- und Forstwirtschaft, das Handwerk sowie der Tourismus bezeichnet werden. Im Jahre 1980 zählte die Gemeinde 1274 Einwohner. Diese Zahl dokumentiert den absoluten Tiefpunkt in der Bevölkerungsstatistik. Seit 1980 stieg die Bevölkerungszahl wieder kontinuierlich an, so dass heute wieder rund 1700 Einwohner registriert werden können. Auch in Rüschegg hat ein Wohlstand Einzug gehalten; der aktuelle Gemeindesteueransatz befindet sich in Rüschegg heute sogar unter dem regionalen Durchschnitt.
Vergleiche dazu
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